Portrait und Geschichte der KVP

Name
Katholische Volkspartei (KVP), Parti chrétien-conservateur (PCC), Partito cristiano conservatore (PCC).

Hotel Glockenhof Zürich, Gründungsort der KVP Schweiz

 

 

Geschichte
Die Partei wurde 1994 als Verein unter dem Namen "Christlich-konservative Volkspartei" (CKP) in Zürich gegründet. Der deutschsprachige Name wurde 1995 geändert in "Katholische Volkspartei". Die Parteimitglieder setzen sich aus ehemaligen Mitgliedern der Christlich-demokratischen Volkspartei (CVP) und bislang parteiungebundenen Christen, vorab Katholiken, zusammen. Sie betrachten sich treu der katholischen Soziallehre (lehramtstreu).

 


Joseph Leu von Ebersol
(1800-1845)

 

Schwerpunkte, Zielsetzung, spirituelle Ausrichtung
Die Partei verfügt über ein Parteiprogramm und politisiert auf der Grundlage der katholischen Soziallehre. Im Mittelpunkt der Parteitätigkeit stehen insbesondere der Schutz des - vor allem auch ungeborenen - Lebens und der natürlichen Familie, die Kleinen und Mittleren Unternehmen und die Bildungsanliegen. Die Partei unterstützt den Kampf gegen Armut und Korruption. Aus dem Gebet und dem christlichen Glauben ihrer Mitglieder schöpft die Partei ihre Spiritualität. Die Organisation versteht sich als religiöse Partei mit dem Auftrag zum Apostolat im politischen Bereich der Gesellschaft. Ihr historisches Vorbild ist die politische Bewegung von Niklaus Wolf von Rippertschwand (1756-1832) und Ratsherr Joseph Leu von Ebersol (1800-1845), die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Luzern mit einer Gebetsarmee - strukturiert in viele Gebetsgruppen - für die sittliche Erneuerung des Volkes als Grundlage einer funktionierenden direkten Demokratie kämpften.

Innere Struktur, Organisation
Die Partei ist in der Form eines zivilrechtlichen Vereins strukturiert mit Mitgliederversammlung, Vorstand, Parteileitung, Präsidium und diversen Arbeitsgruppen. Aus der Bundespartei sind fünf kantonale Geschäftsstellen hervorgegangen: nämlich die Geschäftstellen in Aargau, Luzern, St. Gallen, Thurgau und Zürich. Die Partei nimmt in den üblichen Formen auf das öffentliche politische Leben der Schweiz Einfluss: mit Parolenfassung des Parteikongresses oder Vorstandes zu Abstimmungsvorlagen, mit Vernehmlassungen zu Gesetzen, Stellungnahmen, Lehrveranstaltungen, Demonstrationen, Ergreifen von und Beteiligen an Initiativen und Referenden, Teilnahme an Wahlen ins Bundesparlament (KVP TG und KVP AG 1995, KVP TG 1999, KVP TG und KVP SG 2003 und KVP AG, KVP TG sowie KVP SG 2007) und in die Kantonsparlamente (KVP TG 1996, KVP TG und KVP SG 2004). Die Partei hatte je ein Mandat in zwei aargauischen Gemeinderäten. 2008/2009 wurden die Kantonalsektionen aufgelöst und in Geschäftsstellen der KVP CH umgewandelt.

Publikationen
Die Partei hat ihren Wirkungsbereich schwergewichtsmässig auf eidgenössischer Ebene und in jenen Kantonen, wo sie mit einer Geschäftsstelle vertreten ist.