Textübersicht

Wählen Sie das gewünschte Pressecommuniqué...

23.10.2007, Stefan RĂŒegg und Dr. Lukas BrĂŒhwiler-FrĂ©sey
KVP durchlÀuft Wandlungsprozess
Die KVP hat in drei Kantonen an den Parlamentswahlen teilgenommen. So viele KVP-Sektionen gleichzeitig im Wahlkampf gab es noch nie. Es war ein starkes Zeichen. Im Kanton St.Gallen erreichte die KVP 0.2 Prozent (2003: 0.4 Prozent) und im Thurgau 0.4 Prozent (2003: 0.7 Prozent). Der RĂŒckgang ist auf einen Prozess zurĂŒckzufĂŒhren, wonach sich manche WĂ€hler von der KVP abwenden zugunsten von Parteien, die gegen die katholische Kirche und ihre Soziallehre politisieren und beispielsweise das SVP-Programm mit der katholischen Soziallehre verwechseln. Dieser Prozess ist einerseits schmerzlich, anderseits stellt er einen durchaus zukunftsfĂ€higen Wandlungsprozess der KVP dar. So muss die Minarett-Verbotsinitiative, weil mit der katholischen Soziallehre unvereinbar, abgelehnt werden. Zu fordern ist gegebenenfalls aber ein massgeschneiderter Gegenentwurf, der die wirklichen Probleme grundrechtskonform löst. Es muss Auftrag der KVP in den nĂ€chsten vier Jahren sein, den Wandel im WĂ€hlerpotenzial zu nutzen, um neue WĂ€hlerschichten anzusprechen. Das kann sie tun, indem sie ihr katholisches Profil verschĂ€rft und vermehrt AufklĂ€rungsarbeit an konkreten politischen Fragestellungen betreibt. Der RĂŒckgang des WĂ€hleranteils ist im Übrigen auch auf den bewussten Verzicht praktisch jeglicher Werbung zurĂŒckzufĂŒhren. Mit angemessener Werbung und nach Abschluss des Generationenwechsels parteiintern bleiben die Chancen der KVP weiterhin intakt. Die beiden KVP-Sektionen danken den Kandidaten und den Menschen, die KVP gewĂ€hlt haben, ganz herzlich.