14.05.2005, KVP Schweiz und KVP Luzern

Gaypride in Luzern - offener Brief an Bischof Kurt Koch


Luzern, 14. Mai 2005


Sehr geehrter Herr Bischof

Am Samstag, den 18. Juni 2005, wird eine Homosexuellenparade in Luzern durchgeführt. Gemäss Programm findet dabei um 19.00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Franziskanerkirche statt.

Nach theologischem Verständnis ist praktizierte Homosexualität eine Sünde. Dieser soll nun in Luzern öffentlich Reverenz erwiesen werden. Viele Menschen lassen sich dadurch von der angeblichen Harmlosigkeit der Homosexualität beeindrucken. Sie glauben, Sexualität sei in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften lebbar. Das trifft, wie Sie wissen, indes nicht zu. Noch bis 1990 bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität als Krankheit. Viele wissenschaftliche Untersuchungen gehen bis heute in die gleiche Richtung. Wer Homosexualität propagiert und sie der Ehe ganz oder teilweise gleichstellt, schadet der Familie. Jugendliche glauben, darin liege eine Möglichkeit der sexuellen Orientierung. Sie wissen aber, dass Sexualität nur in jenen Beziehungen Sinn macht, die auf Kinder angelegt sind, und das ist ausschliesslich die Familie. Die Folgen? Wer anders handelt, schadet der Familie. Die Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Familie nimmt weiter ab. Der Staat gibt Geld aus, das nachher der Familie fehlt. Das Netzwerk der Anti-Familienpolitik - Scheidungen, Gewalt in der Familie, Abtreibungen, Rückgang der Kinderzahl, Selbstmorde, Verarmung, Verlust des katholischen Glaubens bei der Generationennachfolge - wird verstärkt. Man gelangt, wie Bundesrat Christoph Blocher in der Arena, zur Auffassung, der Staat müsse nicht zwischen Gut und Bös unterscheiden. Faktum ist derweil, dass alle Privilegien der Ehe im Erbrecht, Sozialversicherungsrecht und anderswo nur deshalb da sind, weil die Ehe auf Kinder angelegt ist. Sexuelle Beziehungen ohne Offensein für Kinder brauchen alle diese Vorteile nicht.

Wir möchten Sie daher höflich einladen, dafür zu sorgen, dass der ökumenische Gottesdienst nicht durchgeführt wird. Damit leisten Sie einen Beitrag im Hinblick auf die Abstimmung vom 5. Juni 2005 über das Partnerschaftsgesetz, das ein eindeutiges Nein verlangt.

Freundliche Grüsse

KVP Schweiz und KVP Luzern

Lukas Brühwiler-Frésey

 

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