27.10.2005, KVP Thurgau

Bewahrung der Schöpfung: Nein zur Sonntagsarbeit in den Verkehrszentren, Ja zum Gentech-Moratorium

Im Hinblick auf die Eidgenössische Volksabstimmung vom 27. November 2005 empfiehlt die KVP Thurgau ein Nein zur sonntäglichen Öffnung von Nebenbetrieben in den grossen Bahnhöfen der Schweiz. Ja sagt die Partei zu Volksinitiative "für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft". In beiden Fällen geht um die Frage der Bewahrung der Schöpfung.


Der Sonntag als Tag der Ruhe und des Gebetes ist in der Schöpfungsordnung angelegt. Bereits heute ist er durch mannigfache Strukturen des Konsumismus und Hedonismus empfindlich angeschlagen. Geht die Entwicklung so weiter, werden die Bahnhöfe zu den ersten sichtbaren Friedhöfen christlicher Identität und Kultur. Die KVP Thurgau hat 1998 das Referendum ergriffen gegen die Aufhebung des besonderen Schutzes des Palmsonntags. Der Thurgauer Souverän hat die Vorlage leider knapp mit 1'115 mehr Ja-Stimmen angenommen. Der Kommentar der Thurgauer Zeitung war aber zutreffend: „Wer die Sonntagsruhe in Frage stellen will, weiss, dass er mit einem starken politischen Widerstand zu rechnen hat.“ Diesen Widerstand will die KVP auch bei der neuen Vorlage leisten.

Ja sagt die Partei zum Gentech-Moratorium für die Dauer von fünf Jahren. Die Partei ist gemäss Parteiprogramm offen gegenüber allen Techniken und Produktionsmethoden, sofern die Menschenwürde gewahrt und der Umwelt Rechnung getragen wird. Namentlich der gegenwärtige Stand der Sicherheitsforschung erlaubt aber keine Kommerzialisierung der Gentechnik. Leidtragende wäre die biologische Landwirtschaft, und das Bauernsterben würde noch weiter enthemmt, als es bereits heute der Fall ist. Beides widerspricht dem Parteiprogramm der KVP.

 

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