20.12.2005, KVP Thurgau

10 Jahre Katholische Volkspartei Thurgau

Die Katholische Volkspartei Thurgau (KVP) feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Sie hat ihren Auftritt professionalisiert. Präsident Lukas Brühwiler gab am 13. Dezember 2005 dem Thurgauer Tagblatt ein Interview und sprach über die Aufgaben und Ziele der KVP. Im Einvernehmen mit dem Verlag publizieren wir im Nachfolgenden dieses Interview.


1. Herr Brühwiler, die Katholische Volkspartei (KVP) begeht in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag. Hat sie auch Grund zum Feiern?
Sie hat Grund zur Dankbarkeit und Hoffnung. Die Partei verfügt über Nachwuchskräfte und hat zu erfreulichen Abstimmungsresultaten beigetragen. Die KVP ist der katholischen Soziallehre treu geblieben und unterscheidet sich damit von der CVP.

2. Welche Entwicklung hat die KVP in den letzten zehn Jahren hinter sich gebracht?
Die KVP agierte am Anfang eher punktuell und aktualitätsbezogen. Mittlerweile politisiert sie mit Strategie und hat ein Profil als wertbeständige soziale Kraft gewonnen. Das ganze Parteiprogramm ist auf die "Besinnung durch die zehn Gebote" ausgerichtet und eine professionell gestaltete Homepage (www.kvp.ch/thurgau) verschafft Transparenz.

3. Über wie viele Mitglieder verfügt die KVP zur Zeit im Thurgau, in der Schweiz?
In der Schweiz sind es rund tausend zahlende Personen, im Thurgau doppelt so viele wie bei der Parteigründung.



4. Bei anderen Oppositionspartien im Thurgau – zum Beispiel den "Schweizer Demokraten" – macht sich zunehmend Frust breit, da ihre Opposition anscheinend keine Früchte trägt. Wie geht die KVP als noch kleinere Partei mit diesem Problem um?
Wenn man sich realistische Ziele setzt und die Politik als dynamischen, offenen Prozess versteht, verschanzt man sich nicht in eine fixe Oppositionsrolle. Wertvolles bewahren und Gutes aufbauen, wie unser Handlungsmotiv lautet, bietet für jedes einzelne Mitglied und die Partei insgesamt doch reichlich Befriedigung.

5. Welche Ziele hat sich die KVP für die nächsten zehn Jahre gesetzt? Und wie wollen Sie diese erreichen?
Wir wollen Hoffnung geben für die Bewältigung der grossen globalen Herausforderungen: die zunehmend ungleiche Verteilung von Arbeit und Ressourcen sowie die vielfältige Gefährdung des einzelnen Menschen und der Familie. Mittel dazu ist Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen. Eine nationale Volksinitiative sollte ebenfalls drin liegen und natürlich eine weitere Verdoppelung unseres Mitgliederbestandes.

6. Bitte vollenden Sie den Satz: "In zehn Jahren wird Lukas Brühwiler...."
…auf die vergangenen und die nächsten 20 Jahre der KVP blicken.

 

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