20.12.2005, KVP Thurgau

Diskriminierende Advents-Sonntagsverkäufe – Bischofszell leuchtendes Beispiel

Die pittoreske Kleinstadt Bischofszell an der Thur im Oberthurgau kann sich des begehrtesten Heimatschutzpreises der Schweiz – des Wakker-Preises – rühmen. Trotzdem haben die Detailhandelsgeschäfte dort erstmals auf den Sonntagsverkauf in der Adventszeit verzichtet – mangels genügenden Interesses der Kundschaft. Die KVP begrüsst diese Entwicklung, obwohl sie nicht diskriminierungsfrei abläuft.


In der unweit von Bischofszell gelegenen Stadt Arbon am Bodensee hielten Fachgeschäfte im Zentrum während vier Stunden offen. Damit diskriminierten sie die übrigen Geschäfte der Stadt. Die ganze Bodenseeregion wird nach wie vor durch die Advents-Sonntagsverkäufe in der Altstadt von St. Gallen diskriminiert. Leidtragende sind jene Geschäfte, die sich an die Sonntagsruhe halten. Es ist freilich zu hoffen, dass sich die Landregionen solidarisieren und von der Stadt die Sonntagsruhe einfordern. Das Weihnachtsgeschäft hängt übers Ganze gesehen nicht von den Sonntagsumsätzen ab.

 

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