03.03.2006, KVP Thurgau

Bildungspolitik transparent und konsequent machen: Jakob Stark in einer ersten Schwächephase?

Die KVP begrüsst die Übernahme des Departementes für Erziehung und Kultur durch Regierungsrat Jakob Stark. Die Partei erwartet vom neuen Chef mehr Transparenz und Nachhaltigkeit. Überrascht ist sie vom bereits erfolgten Meinungswechsel Jakob Starks im Fremdsprachenstreit.


Mit dem neuen Departementsvorsteher bietet sich die Chance, den bisherigen Aktivismus in eine transparente, konsequente und nachhaltige Bildungspolitik überzuführen. Zu einer solchen Bildungspolitik gehört die Erhebung aussagekräftiger Indices über Ausbildungsstand, Ausbildungserfolge und psychosoziales Verhalten der Jugendlichen. Vieles deutet auf einen nach wie vor sinkenden Ausbildungsstand hin. Das letzte Beispiel war das schlechte Abschneiden des Teams aus dem Kanton Thurgau am interkantonalen Pisa-Wettbewerb im Schweizer Fernsehen. Solche Auftritte sind dem Standort Thurgau nicht gerade förderlich.

Mit Überraschung hat man auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass Regierungsrat Stark seine Meinung zum Streit um die Fremdsprachen bereits geändert hat. Hat er sich bislang mit guten Gründen zugunsten der Initiative für eine Fremdsprache an der Primarschule ausgesprochen, gibt er sich nach der Regierungsratswahl plötzlich neutral. Als zukünftiges Mitglied der Erziehungsdirektorenkonferenz, deren Politik auf zwei Fremdsprachen hinausläuft und die Bildungspolitik beim Bund zentralisieren will, erwarten die Stimmbürger eine klare, wettbewerbsfähige Positionierung des Standortes Thurgau und einen entsprechenden Einsatz des zuständigen Regierungsrates.

 

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