28.04.2006, KVP Thurgau

Wenn Bildungspolitik zur Gefahr wird: KVP beschliesst eine Ja- und zwei Nein-Parolen

Die KVP hat im Hinblick auf die Abstimmungsvorlagen vom 21. Mai 2006 die Nein-Parole zum Ladenöffnungsgesetz beschlossen. Nein sagt sie ferner zum neuen Bildungsartikel in der Bundesverfassung. Der Artikel hebt letztlich die kantonale Souveränität im Bildungswesen auf, bringt vorerst sicher nur mehr Bürokratie und Aktionismus im Bildungswesen und damit weiteren Qualitätsabbau. Ein Nutzen für die Durchschnittsfamilie ist nicht auszumachen.

Unnötig erscheint ferner die Einführung von zwei Fremdsprachen an der Grundschule im Sinne eines Obligatoriums. Zur Initiative „Nur eine Fremdsprache an den Primarschulen“ wurde daher die Ja-Parole beschlossen.


Die Bildungsqualität in der Grundschule lässt – gerade im Kanton Thurgau - zu wünschen übrig. Um dem gegenzusteuern, ist einerseits vermehrter Leistungswettbewerb in den Kernfächern geboten. Ferner hätte der Staat den unentgeltlichen Zugang zu Privatschulen zu gewährleisten. Damit könnte die einzelne Familie den drogen-, gewalt und pornoverseuchten öffentlichen Schulen entfliehen. Diesen Forderungen kommt der neue Verfassungsartikel kaum nach. Er würde ausserdem die Mitsprache der Kantone, aber auch die Rechte der Familien einschränken. Auf die föderative Machtteilung im hoch sensiblen Bildungswesen zu verzichten, erscheint unverständlich. Zentralismus bringt in der Regel einen Abbau von Bildungsqualität. Für Parteipräsident Lukas Brühwiler-Frésey ist klar: „Wir sollten uns nicht zum Spielball der Bildungsideologen aus Bundesbern degradieren lassen“.

Die Bildungsqualität in der Grundschule lässt – gerade im Kanton Thurgau - zu wünschen übrig. Um dem gegenzusteuern, ist einerseits vermehrter Leistungswettbewerb in den Kernfächern geboten. Ferner hätte der Staat den unentgeltlichen Zugang zu Privatschulen zu gewährleisten. Damit könnte die einzelne Familie den drogen-, gewalt und pornoverseuchten öffentlichen Schulen entfliehen. Diesen Forderungen kommt der neue Verfassungsartikel kaum nach. Er würde ausserdem die Mitsprache der Kantone, aber auch die Rechte der Familien einschränken. Auf die föderative Machtteilung im hoch sensiblen Bildungswesen zu verzichten, erscheint unverständlich. Zentralismus bringt in der Regel einen Abbau von Bildungsqualität. Für Parteipräsident Lukas Brühwiler-Frésey ist klar: „Wir sollten uns nicht zum Spielball der Bildungsideologen aus Bundesbern degradieren lassen“.

Der Leistungswettbewerb darf anderseits den Schüler nicht überfordern. Zwei Fremdsprachen an der Primarschule sind nach Ansicht der KVP abzulehnen. Eine Mehrheit der Schüler beherrscht bereits die deutsche Sprache nur ungenügend. Die KVP empfiehlt daher ein Ja zur Initiative „Nur für eine Fremdsprache an Primarschulen“.

Parlament und Regierung vertreten zu allen drei Vorlagen der KVP entgegengesetzte Positionen. Dies zeigt nach Ansicht der Partei, dass die Behörden die christliche Identität unserer Kultur in hohem Masse nicht mehr respektieren. Sie haben die Anliegen der Familie und die Elternrechte, aber auch den Sinn des föderativen Staatsaufbaus, grösstenteils vergessen. Für die KVP bleiben diese Werte indes wichtig für die Lebensqualität der Menschen.

Strategiebegriffe
Die Positionen von Regierung und Parlament sind weitgehend marktorientiert und marktgerichtet und laufen oftmals auf reine Manipulation hinaus, das heisst auf eine systematische und zielgerichtete Lenkung und Prägung des Bewusstseins, der Denkgewohnheiten, der Gefühlsregungen der sozialen, politischen und ästhetischen Interessen grösserer Bevölkerungsgruppen.

Voraussetzung von Manipulation sind eine angeblich immer komplexer werdende Umwelt sowie die Konzentrations- und Monopolerscheinungen in Wirtschaft, Staat und Medien. Der Bürger kann sich weitgehend nur noch aus zweiter Hand informieren.

Manipulation ihrerseits ist ein Mittel der Indoktrination, unter anderem durch gründlich vorbereitete Schulungs- und Einführungsmassnahmen. Indoktrination verfolgt das Ziel, das menschliche Denken und Handeln dem herrschenden ideologischen System von Weltanschauung, Geschichtsinterpretation und politischen Handlungsgrundsätzen unterzuordnen.

 

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