21.11.2006, KVP Zuerich

Gruppenvergewaltigung in Zürich: Sie ernten, was sie gesät haben

In letzter Zeit ereignen sich immer wieder fürchterliche Sexualverbrechen und Verbrechen in den "Familien". Einzelfälle, wie Bundesrat Christoph Blocher meinte? Keineswegs! Die öffentliche Meinung ist ratlos und entsetzt. Die KVP Zürich ist ebenfalls entsetzt. Aber ratlos? Keineswegs!


Die Gewaltexzesse jeglicher Couleur sind angesichts der herrschenden Gesellschaftsstrukturen und Wertvorstellungen völlig normal und voraussehbar. Alle wesentlichen gesellschaftlichen Akteure sind in der einen oder anderen Form mit der Pornoindustrie verhängt: von den lammfrommen Kirchenpredigern nach Offenheit, Selbstverwirklichung und gelebter Sexualität bis hin zum SVP-Nationalrat, der für den ethisch einwandfreien Wettbewerb und den Ehrenkodex bei der Vermarktung zuständig ist. Alle Fernsehkanäle gehen auf Enthemmung, Aggression und Konkurrenz: jeden Tag und in allen Schichten. Mit dem liberalen Sexualstrafrecht, dem modernen Ehe- und Scheidungsrecht und der Verbannung von Gott aus den massgebenden Entscheidungszentren der Gesellschaft sind die Grundlagen für solche sündhaften Strukturen geschaffen worden.

Der Präsident der Lehrerverbandes, Beat W. Zemp, will die sexuelle Aufklärung in die Mittelstufe vorverlagern und das Betreuungsangebot der Schule ausbauen. Andere fordern sogenannte Null-Toleranz. Die Konzepte werden einmal mehr scheitern.

Wirklich ändern kann man nur etwas, wenn der Entchristlichung und Säkularisierung der Gesellschaft Einhalt geboten wird und die Wertvorstellungen des ersten und sechsten Gebotes sich wieder durchsetzen. Dass die Kirche die Gelegenheiten nicht nutzt, um diese Chance aufzuzeigen, ist zu bedauern. Die Vorkommnisse sind gleichwohl ein Zeichen für die Gesellschaft, umzukehren.

 

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